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Ambulante Pflege in Deutschland

 

Von den mehr als 2.1 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland leben nur 700.000 in Pflegeheimen. Somit leben bereits heute 1.4 Millionen Menschen in Deutschland im eigenen Heim, die auf Pflege angewiesen sind. Immer seltener wird die Pflege von der eigenen Familie übernommen. Das liegt zu einem an der gestiegenen Mobilität der Deutschen. Oft leben die Kinder hunderte Kilometer entfernt und können so keine tägliche Pflege gewährleisten. Zum anderen ist es nicht mehr selbstverständlich, dass die Pflege der Älteren eine Aufgabe der jüngeren Generationen ist. Während in einigen Ländern die Unterbringung der Verwandten in Pflegeeinrichtungen für viele Menschen unmöglich scheint, so ist sie in Deutschland längst gesellschaftlich anerkannt. Dabei darf nicht vergessen werden, dass fachgerechte und liebevolle Pflege extrem zeitintensiv und auch psychisch belastend sein kann. Nicht nur wer nebenher noch einen Beruf ausübt und eigene Kinder erzieht, ist der Belastung oftmals nicht gewachsen. Trotzdem werden 46,1 % der Pflegebedürftigen in Deutschland durch Angehörige gepflegt, während 31,8 % in Pflegeheimen untergebracht sind und 22,2 % von ambulanten Pflegediensten betreut werden.

Welche Möglichkeiten gibt es nun, die ambulante Pflege der Angehörigen zu organisieren?

Die Art der Pflege hängt grundsätzlich von der Pflegebedürftigkeit ab. Während einige Pflegebedürftige lediglich morgens und abends Hilfe bei der Körperpflege brauchen und möglicherweise die Hilfe eines Essendienstes in Anspruch nehmen, müssen andere rund um die Uhr betreut werden. Besonders diese Form der Pflege geht ins Geld und hat dazu geführt, dass sich verschiedene Angebote bis in rechtliche Grauzonen oder die Illegalität entwickelt haben.

- Die intensive Pflege durch einen deutschen Pflegedienst kostet zwischen 4500 und 10000 Euro. Diese Pflegedienste beschäftigen ausgebildete Altenpflegerinnen und Altenpfleger, die auch bei den alten Menschen Wohnen können und so Tag und Nacht die Versorgung des Pflegebedürftigen sichern (weiterlesen).

- Frauen zumeist aus den neuen EU- Ländern Rumänien, Bulgarien, Tschechien und Polen werden als Haushaltshilfen über das Arbeitsamt vermittelt. Sie dürfen offiziell nicht pflegerisch tätig werden. Für 1000 bis 2000 Euro sind sie jeoch weitaus günstiger zu beschäftigen (weiterlesen).

- Über Vermittlungsagenturen im Internet können Angehörige Pflegekräfte aus dem europäischen Ausland anwerben. Diese sind weiterhin bei den Unternehmen in Ihrem Heimatland beschäftigt und müssen mit ca. 1000 bis 18000 Euro bezahlt werden (weiterlesen).

- Ebenfalls über Vermittlungsagenturen im Internet kann Kontakt zu selbstständigen Pflegerinnen aus dem europäischen Ausland aufgenommen werden. Diese dürfen Ihrem Beruf in Deutschland aufgrund der vom EG- Vertrag (ab Ratifizierung der Verträge von Lissabon heißt dieser "Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union") gesicherten Dienstleistungsfreiheit ausüben (weiterlesen).

- Etwa 100.000 Pflegerinnen aus osteuropäischen Ländern pflegen heutzutage illegal ältere Menschen in Deutschland. Diese Variante ist zwar am kostengünstigsten, birgt aber auch große Risiken (weiterlesen).

So gibt es verschiedene Möglichkeiten, die Pflege älterer Angehöriger zu organisieren. Da die Zuschüsse des Staates begrenzt sind (siehe Pflegeversicherung), kann eine Rundumpflege mit einem deutschen Pflegedienst selbst Gutverdiener in Nöte bringen. Wer für das Wohnen im Alter rechtzeitig vorsorgt, erleichtert daher sich selbst aber auch den Angehörigen das Leben.

 

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